Schlafen am Strand – Früher und Heute

Schlafen am Strand. Früher war das so.
Da sind wir einfach mal so ein paar Tage ans Meer gefahren. Einfach mal in Holland an die Küste, Handtuch und den dicken Hintern in den Sand geklatscht und entspannt.
Natürlich wurde sich erstmal eingecremt, im aktuellen Buch wurden auch ein paar Seiten gelesen und die Pommes war auch nie weit.
Doch im Grunde lief immer alles auf das eine hinaus: Schlafen am Strand!

Es dauerte nie lange da wurden die Augen schwer. Nur mal kurz zumachen hieß es da. Mal eben die müden Augenlider entspannen. Im Hintergrund spielten irgendwelche Kinder um die man sich keine Gedanken machen musste und die Partnerin war in ihr Buch versunken, machte also auch keine Arbeit 😉
Nach zwei oder drei Stunden ist man dann wieder wach geworden und musste feststellen, dass die Sonnencreme doch nicht so lange hält.
Das war früher.

Zugegeben: Unser Kind ist noch sehr klein. Aufpassen muss man da wenig da ein wegkrabbeln oder gar ein weglaufen noch nicht in frage kommt. Höchstens das nicht zu viel Sand gegessen wird.
Aber Augen zu und schlafen? Pah… kannst du vergessen Papa. Schlafen am Strand war gestern, heute musst du mir die Welt zeigen. Also laufe ich mit dem Kind auf dem Arm durch die Buhnen, lasse es fasziniert auf die Wellen starren und zeige mit meinem Finger auf tote Krebse (die aber voll uninteressant sind weil zappeln nicht) und sammel wunderschöne Muscheln ein. Selbst angespülte Quallen und eine tote Möwe müssen studiert werden. Wenn der Entdeckungsdrang befriedigt ist habe ich dann auch Sonnenbrand. Immerhin.

Irgendwann ist dann aber das Kind eingeschlafen. Sicher verstaut vor der Sonne versteht sich. Ich nutze die Zeit um über das Leben nachzudenken.
War es früher schöner? Nee nur anders.
Die Hauptsache ist doch, dass die Mission erledigt wird: Schlafen am Strand! Ob Kind oder Papa spielt dabei keine Rolle.

sonnige Grüße
euer Moerkel